Körpersprache wörtlich
Eine kleine Liste körperbezogener Ausdrücke der deutschen Sprache
(von oben nach unten angeordnet)
Kopf; Haupt
einen kühlen Kopf bewahren <> ein Hitzkopf
ein klarer Kopf <> benebelt (nicht ganz klar im Kopf sein)
einen roten Kopf bekommen
etwas im Kopf haben <> nichts im Kopf haben, ein Hohlkopf sein
nichts im Kopf haben als
Rosinen im Kopf haben [Illusionen]
den Kopf voll haben mit etwas (schon voll genug)
sich einen Kopf machen um / wegen etwas
es (nicht) im Kopf haben
(nicht) auf den Kopf gefallen sein
etwas geht in den Kopf
etwas steigt zu Kopf, in den Kopf
einen schweren / dicken Kopf haben
der Kopf dröhnt, schwirrt mir von etwas
es dreht sich mir alles im Kopf herum
pro Kopf
von Kopf bis Fuß
etwas auf den Kopf stellen
auf dem Kopf stehen, laufen
kopfüber, kopfunter
etwas aus dem Kopf sagen [auswendig / vorläufig]
etwas kommt mir (nicht) in den Kopf [fällt mir (nicht) ein]
etwas will mir nicht in den Kopf [nicht verstehen]
da fasst (packt) man sich doch an den Kopf
den Kopf hängen lassen
den Kopf runter nehmen, einziehen
Kopf runter und durch!
Kopf hoch!
etwas / jemand erhebt (wieder) seinen Kopf
erhobenen Hauptes etwas tun
den Kopf verlieren <> kühlen Kopf bewahren
jemandem den Kopf verdrehen
den Kopf hinhalten (müssen; für etwas / jemand)
den Kopf kosten; Kopf und Kragen kosten
sich um den Kopf (Kopf und Kragen) bringen
jemanden köpfen
Kopfgeld, Kopfgeldjäger
einen Preis auf jemandes Kopf aussetzen
jemandem den Kopf zurechtsetzen
jemandem den Kopf waschen
was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben
jemandem etwas auf den Kopf zusagen
jemandem etwas an den Kopf werfen [eine Beschimpfung]
jemanden vor den Kopf stoßen
sich den Kopf zerbrechen über etwas; Kopfzerbrechen
das hält man ja im Kopf nicht aus! (da wird man im Kopf verrückt)
da fliegt einem der Kopf weg
er wird dir schon nicht den Kopf abreißen
Geld auf den Kopf hauen
jemandem auf dem Kopf herumtanzen
jemandem auf den Kopf spucken (können)
über jemandes Kopf hinweg entscheiden
jemandem auf den Kopf kommen
wie ein Messer im Kopf
ein Brett vor dem Kopf haben
vernagelt sein
mit besoffenem Kopf
bis über den Kopf in Arbeit stecken
Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh'
das Denken soll man den Pferden überlassen, sie haben größere Köpfe
die Köpfe zusammenstecken
Dickkopf (Dickschädel)
seinen eigenen Kopf haben
mit dem Kopf durch die Wand wollen
sich den Kopf einrennen
da kannste dich auf den Kopf stellen und ...
sich etwas aus dem Kopf schlagen [verzichten]
Döskopp, Muffkopp, Suffkopp
Kalbskopf, Schafskopf
jemandem auf den Wecker fallen
Kopfnuß
Kopfschuss
verkopft
weiche Birne
Schädel
spalten, einschlagen
Brummschädel, der Schädel brummt mir noch von etwas
Horn / Hörner
auf die Hörner nehmen
sich die Hörner abstoßen / ablaufen
jemandem Hörner aufsetzen
jemanden ins Bockshorn jagen
Hirn
Spatzenhirn
Laufmasche im Hirn
Gehirnwäsche
Hirnriß, hirnrissig; hirnlos
Hirni
Hirngespinste
Hirnwichser
weiche Birne
Ich schlag dich ins Hirn rein!
Nerv, Nerven
starke / schwache Nerven
die Nerven behalten <>verlieren
Nervensache
Nervenkitzel
Nervensäge
Meine Nerven!
nerven, abnerven [Verb]; nervig; entnervt
jemandem auf die Nerven gehen
du hast Nerven! (wie Drahtseile, wie breite Nudeln ...)
da habe ich keine Nerv für
das kostet mich den letzten Nerv, du raubst mir, tötest mir ...
nervtötend
Nervenbündel
fertig mit den Nerven sein, mit den Nerven am Ende sein
den Nerv treffen
Gesicht
ein Gesicht machen (ein dummes; wie drei Tage Regenwetter, ...)
ein langes Gesicht [Enttäuschung]
ein Gesicht, Gesichter schneiden, ziehen
jemandem etwas ins Gesicht sagen
ins Gesicht springen
das Gesicht wahren <> es verlieren
jemandem (nicht mehr) ins Gesicht sehen können
wie aus dem Gesicht geschnitten
etwas zu Gesicht bekommen
jemandem eins in die Fresse geben
jemandem die Fresse polieren
Ruckzuck ist die Fresse dick!
ein Gesicht wie ein Feuermelder
auf die Fresse / Schnauze fallen
einer Sache ins Gesicht sehen
gute Miene zum bösen Spiel machen
grün im Gesicht
aus der Wäsche schauen
sich etwas abschminken (können)
Stirn
die Stirn haben, etwas zu tun
jemandem die Stirn bieten
die Stirn in Falten legen (Dackelfalten)
jemandem den Vogel zeigen
Haar, Haare
sich die Haare (aus-) raufen
sich mit jemandem in den Haaren liegen wegen (über); in die Haare kriegen, geraten
jemandem die Haare lösen
sich durch die Haare gehen
Haare auf den Zähnen
Haare spalten
um Haaresbreite, um ein Haar, aufs Haar
haargenau, haarklein
haarscharf (daneben)
mit Haut und Haar
da stehen einem ja die Haare zu Berge
die Haare (Nackenhaare) sträuben sich; haarsträubend
(rot werden) bis zu (in die) den Haarspitzen
ein Haar in der Suppe (suchen, finden)
sich etwas in die Haare schmieren können
das kannst du jemand erzählen, der keine Haare mehr auf dem Kopf hat
haaren wie ein alter Teppich
graue Haare kriegen wegen etwas
an den Haaren herbeigezogen
haarig, eine haarige Angelegenheit
Augen
scharfe Augen haben
Adleraugen
Luchsaugen, luchsäugig
helle Augen haben (blanke, glänzende, funkelnde, leuchtende)
rote Augen haben
flinke Augen haben
glutäugig; Augen gluh
die Augen verdrehen
große Augen machen
Stielaugen (machen)
etwas mit anderen Augen sehen
etwas mit bloßem Auge sehen / erkennen können
etwas im Auge haben / behalten <> aus dem Auge / den Augen verlieren
etwas hüten wie seinen Augapfel
etwas geht ins Auge
mit einem blauen Auge davonkommen
etwas ins Auge fassen
sich etwas vor Augen halten
etwas fällt, springt ins Auge
die Augen niederschlagen <> erheben
die Augen abwenden von etwas
da wird NN aber Augen machen!
ein / beide Augen zudrücken
die Augen verschließen vor etwas
jemandem die Augen zudrücken
jemandem schöne Augen machen
nur Augen für jemanden haben
jemandem (tief) in die Augen sehen (können)
jemandem etwas aufs Auge drücken
jemandem Sand in die Augen / ins Auge streuen
ein Auge haben auf etwas
ein Auge werfen auf jemanden / etwas
sich die Augen reiben
sich die Augen ausgucken nach
sich die Augen ausweinen (über / nach etwas, jemand)
sich die Augen wischen, Augenwischerei
blauäugig sein / an etwas herangehen
einäugig
triefäugig
kuhäugig
glotzäugig
äugen
liebäugeln mit
schöne Augen machen
schwere / bleierne Augenlider haben
sich Streichhölzer unter die Augenlider stecken
es wird einem schwarz vor Augen
schließe meine Äuglein zu
die Augen sind größer als der Mund
aus den Augen, aus dem Sinn
Augen auf im Straßenverkehr!
ein Auge riskier ich
jemandem die Augen auskratzen
eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus
Fettauge
Augenblick
Augenweide
in Augenschein nehmen
Augenwinkel, etwas aus dem Augenwinkel sehen
Auge um Auge, Zahn um Zahn
du bist mir ein schöner Augentrost!
Augenzwinkern, augenzwinkernd, zwinkern
Aug in Aug
blind
blindlings
blindwütig
einen blinden Fleck haben
blind sein für etwas
wie der Blinde von der Farbe reden
das sieht doch ein Blinder
blindes Huhn
blind wie ein Maulwurf
mit Blindheit geschlagen
Blindgänger
Blindfisch
Blindekuh
im Dunkeln tappen
Blick / langer <> kurzer; tiefer; finsterer, offener, klarer, scharfer, trüber
auf den ersten (zweiten) Blick
den Blick heften auf etwas
der böse Blick
wenn Blicke töten könnten
Überblick
Weitblick
Blickfang
Blickwinkel
auf Sicht; auf lange / kurze Sicht
Umsicht, Weitsicht, Rücksicht, Absicht
gucken / in die Luft gucken
Hans Guck-in-die-Luft
guck wo sie liegen und nicht wo sie fliegen
nicht nach rechts und links gucken
in die Tüte (Röhre) gucken / sehen
unter die Lupe nehmen
hinters Licht führen
unter der Lampe ist es am dunkelsten
rot sehen
(kein) Land sehen
die Hand vor Augen nicht sehen
sieh mich an, wenn ich mit dir rede!
blinzeln
schielen (nach etwas, auf etwas)
starren (wie das Kaninchen auf die Schlange starren)
glotz nicht so romantisch
Tränen - dicke, heiße, bittere
den Tränen nahe sein
in Tränen aufgelöst sein
Rotz und Wasser heulen
jemandem / etwas keine Träne nachweinen
nahe am Wasser gebaut sein
Nase; Riecher
pro Nase [wie pro Kopf]
eine gute Nase, einen guten Riecher haben für etwas
in etwas hineinriechen
die Nase rümpfen
vor / unter der / die Nase liegen / halten
seine Nase in etwas stecken (was einen nichts angeht)
jemandem etwas unter die Nase reiben
jemanden mit der Nase drauf stoßen, dass
jemandem etwas an der Nasenspitze ansehen
jemandem etwas auf die Nase binden
jemandem etwas (die Würmer) aus der Nase ziehen
jemandem auf der Nase herumtanzen
jemandem die Faust unter die Nase halten
jemandem einen Ring durch die Nase ziehen
jemanden an der Nase herumführen
jemandem auf der Nase herumtanzen
in der Nase bohren
auf die Nase fallen / fliegen; auf der Nase liegen
sich eine blutige Nase holen
eins auf die Nase kriegen
sich an die eigene Nase fassen
die Nase läuft (wie ein Wasserhahn)
sich die Nase an der Scheibe plattdrücken
die Nase voll haben von etwas
alle Nase lang
immer der Nase nach
naseweis
Zwerg Nase
Rotznase
früher hatten die Kinder Rotznasen, heute haben die Rotznasen Kinder
Knollennase, Adlernase, Stupsnase, Hakennase ...
verduften
jemanden nicht riechen können
gegen jemanden / etwas anstinken
stänkern
stinkig sein auf / gegen jemanden
Lunte riechen, den Braten riechen
Mund; Maul
den Mund / das Maul aufmachen
ein loses Mundwerk (Maul) haben
den Mund verziehen / ein schiefes Maul ziehen
einen großen Mund, ein großes Maul haben
nicht auf den Mund / das Maul gefallen sein
immer mit dem Mund vorneweg
Großmaul
vollmundig
den Mund zu voll nehmen
sich das Maul zerreißen über
jemandem etwas in den Mund legen
jemandem den Mund wässrig machen
jemandem nach dem Munde reden
sich den Mund fusslig reden
jemandem über den Mund / übers Maul fahren
den Mund / das Maul halten
Halts Maul! Halt die Schnauze, den Rand, die Schlabber, den Schnabel!
jemandem den Mund stopfen
sich den Mund verbrennen
mit offenem Mund etwas zur Kenntnis nehmen
maulfaul
jemandem eins aufs Maul geben / eins aufs Maul kriegen
jemandem die Fresse polieren
jemanden den Mund verbieten
maulen [Verb]; maulig
Leckermaul, -mäulchen
Mund auf, Augen zu!
mach den Mund zu, es kommen Fliegen rein
Maulaffen feilhalten
sabbern, trielen
essen / fressen
jemanden fressen wollen ( sogar ohne Senf / Salz / Salz und Pfeffer)
jemanden vernaschen
jemanden mit etwas abspeisen
Oh Herr, er will mich fressen!
schlingen
wie ein hungriger Wolf
hinunterwolfen
Mundwinkel
in den Mundwinkeln schmunzeln
hochziehen, hängen lassen
strahlt wie ein Pfannekuchen / übers ganze Gesicht
Ohren; Löffel
die Ohren spitzen
die Ohren anlegen
die Ohren klingen einem von etwas
sich etwas hinter die Ohren schreiben (können)
eins hinter (auf) die Ohren / Löffel kriegen
die Ohren aufmachen
ohrenzerreißend, -betäubend
zum einen Ohr rein, zum anderen (Ohr) raus
auf Durchzug schalten
die Ohren steif halten
jemandem in den Ohren liegen mit etwas
jemandem etwas um die Ohren schlagen / hauen
auf einem / dem Ohr taub sein
es steht mir bis über beide Ohren
über beide Ohren lachen
von einem Ohr zum anderen grinsen
soviel, daß es einem zu den Ohren wieder rauskommt
jemanden einen Floh ins Ohr setzen
Ohrenschmaus
Ohrwurm
Ohrfeige
das Gras wachsen hören, die Flöhe husten
auf jemanden hören
klein Doofi mit Plüschohren
Knopf im Ohr
ein kleiner Mann im Ohr
das Biest will nicht hören
Backen
au Backe!
pausbäckig (wie ein Posaunenengel)
einen dicken Backen haben
Backpfeife
sich etwas von der Backe putzen können
blas dir die Backen auf und mach dir ein Gesicht
Lippen
eine dicke Lippe haben, riskieren
Lippenbekenntnis
etwas nicht über die Lippen bringen
sich nach etwas die Lippen lecken
es steht mir bis Unterkante Oberlippe
Zunge
scharfe, spitze, gespaltene Zunge
doppelzüngig
zungenfertig
falscher Zungenschlag
in Zungen reden
jemandem die Zunge rausstrecken / zeigen
züngeln (Flamme / Schlange)
Zünglein an der Waage
es liegt mir auf der Zunge
mit hängender Zunge angerannt kommen
etwas auf der Zunge zergehen lassen
sich lieber die Zunge abbeißen, als ...
lecken, schlecken, schlotzen
Zahn, Zähne, Zahnfleisch
jemandem die Zähne zeigen
lange Zähne machen
die Zähne zusammenbeißen
die Zähne nicht auseinander kriegen
mit den Zähnen knirschen; zähneknirschend
die Zähne fletschen, zähnefletschend
die Zähne in etwas schlagen
etwas zwischen die Zähne bekommen
das ist was für den hohlen Zahn
jemandem die Zähne einschlagen
jemandem auf den Zahn fühlen
den Zahn muss ich ihm noch ziehen
Zähneklappern (Heulen und Zähneklappern)
mit den Zähnen knirschen, zähneknirschend
auf dem Zahnfleisch gehen
etwas zu beißen haben
anbeißen, zum Anbeißen lecker
sich zu viel abbeißen (mehr als man schlucken / kauen kann)
sich durchbeißen
Biss haben
Hunde, die bellen, beißen nicht
Wadenbeißer
das nagt an mir
etwas durchkauen
jemandem etwas vorkauen
wiederkäuen
an etwas kauen / knabbern (an etwas zu kauen haben)
Hals, Gurgel; Kehle
einen dicken Hals haben / bekommen wegen / über
einen langen Hals machen
sich den Hals verrenken
den Hals in der Schlinge (haben); aus der Schlinge ziehen
jemandem den Hals abschneiden; Halsabschneider
jemandem den Hals umdrehen
sich den Hals brechen; halsbrecherisch
Hals- und Beinbruch!
aus vollem Halse schreien / singen
etwas / jemanden am Hals haben (auf dem Hals haben)
sich jemand an den Hals werfen
jemandem die Pest an den Hals wünschen
den Hals nicht voll kriegen
etwas in den falschen Hals bekommen
etwas bleibt einem in Hals stecken
einen Frosch in der Kehle haben
es hängt mir zum Hals raus
es schnürt / drückt mir den Hals zu (ab)
jemanden an den Hals springen / an die Kehle gehen
es steht mir bis zum Hals, bis da hin
jemandem steht das Wasser bis zum Hals
bis zum Hals in Arbeit / usw.
würgen; etwas hinunterwürgen, sich etwas hineinwürgen
jemandem eins / etwas reinwürgen
an etwas würgen
aah sagen
das geht mir nicht rein / quer runter
ich kann das nicht (mehr) schlucken
jemandem die Gurgel zudrücken
die Kehle anfeuchten
etwas durch die Kehle laufen lassen
Schluckspecht
Nacken
den N beugen <> steif halten; hartnäckig
jemandem sitzt die Angst im Nacken
in den Nacken schlagen, Nackenschlag
die Faust im Nacken spüren
Genick
sich das Genick brechen
jemanden ins Genick schlagen (man hätte ihn besser)
etwas abnicken
Schultern
breitschultrig <> halbes Handtuch
die Schultern hängen lassen
auf beiden Schultern tragen
über die Schulter ansehen
eine Last schultern, auf sich nehmen
etwas auf die leichte Schulter nehmen
die kalte Schulter zeigen
die Schultern (Achsel) zucken
Atem
schlechter <> frischer
kurzatmig <> einen langen Atem haben
langatmig
einen langen Atem haben, den längeren Atem haben
etwas nimmt, raubt einem den Atem; atemberaubend
in Atem halten
außer Atem, atemlos
den Atem / die Luft anhalten
aufatmen
tief durchatmen
auf dem letzten Loch pfeifen
jemandem geht die Luft aus
da bleibt einem die Luft / die Spucke weg
sich Luft machen
dann ist der Husten weg
husten
dem werd' ich was husten
Brust
einem Kind die Brust geben, es stillen
sich jemanden / etwas zur Brust nehmen
einen zur Brust nehmen
aus voller Brust singen / schreien
sich brüsten mit etwas
sich in die Brust werfen
schwach auf der Brust sein
zwei Seelen wohnen in meiner Brust
Brustton der Überzeugung
schmalbrüstig, engbrüstig
Busen
Holz vor der Hütte
Brustwarzen
haben sie dir schon die Brustwarzen aufgerissen?
Rippen
(kein) Fleisch / (keinen) Speck auf den Rippen haben
ich kanns mir doch nicht aus den Rippen schneiden
ich kanns mir doch nicht durch die Rippen schwitzen
Herz
ein warmes <> kaltes, weiches<> hartes Herz haben; warmherzig usw.
zu Herzen gehen
sich etwas zu Herzen nehmen; beherzigen
von Herzen (kommen) - links kommt von Herzen
von Herzen gern (etwas tun, jemanden haben)
sein Herz verlieren
jemandem sein Herz schenken
sein Herz hängen an
sein Herz verschließen, verhärten
ein Herz haben für (ein Herz für Tiere)
mit dem Herzen bei einer Sache / Arbeit sein
Herzklopfen haben, das Herz klopft im Halse
herzlos
herzlich
offenherzig
herzig
leichtherzig <> schweren Herzens
hochherzig
ein Herz aus Stein, aus Gold
herzerweichend, steinerweichend weinen, schreien usw.
kein Herz haben
Prinz Eisenherz
ein Herzchen
gläsernes Herz
nach Herzenslust (essen, trinken, usw.)
herzzerreißend (schluchzen)
etwas bricht, zerreißt einem das Herz
etwas nicht übers Herz bringen können
da bleibt einem ja das Herz stehen
sich ein Herz fassen; beherzt sein
das Herz im Halse spüren
das Herz im Leibe lacht
es wird einem warm ums Herz
das Herz blutet einem (wenn man so etwas sieht), mit Herzblut
das Herz dreht sich im Leibe rum
jemanden / etwas auf Herz und Nieren prüfen
etwas in seinem Herzen bewahren
das Herz am richtigen Fleck haben
das Herz einer Frau, der Magen einer Sau
im Herzen der Bestie
ein Herz wie ein Hotel
ein Herz und eine Seele
mitten ins Herz (treffen)
von Herzensgrund auf (Schmutz und Schund füllt Herzensgrund)
nach Herzenslust
jemanden herzen
Nabel
Nabel der Welt
Nabelschau
Nabelschnur
die Nabelschnur durchschneiden
sich abnabeln von
Bauch
voller Bauch, leerer Bauch
voller Bauch studiert nicht gern
den Bauch voll kriegen
sich den Bauch halten müssen (vor lachen)
jemandem ein Loch in den Bauch fragen / ihn löchern
einer einen dicken Bauch machen
einer den Bauch aufblasen
du redest mir ja noch ein Kind in den Bauch!
der Bauch grimmt (jemandem von etwas)
Blähbauch, Blubberbauch
Bauchschmerzen bei / von etwas haben / bekommen
Bauchlandung, Bauchpflatscher; bäuchlings
Magen
voller <> leerer Magen; starker <> schwacher Magen
auf nüchternen Magen
etwas in den Magen bekommen
Magenschlag
etwas geht einem auf den Magen
etwas liegt einem schwer im Magen
sich den Magen verderben
Magengeschwüre (kriegen / sich machen)
der Magen knurrt
der Magen hängt (durch / zwischen den Knien)
Magendrücken
Magenbitter
in sich hineinfressen
es / der Magen kommt einem hoch
da dreht sich einem der Magen um
sich auskotzen
etwas ist zum Kotzen
bis zum Erbrechen
ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte
etwas gut / schlecht verdauen (können); das kann ich nicht verdauen
wir haben den Kanal noch lange nicht voll
lieber den Magen verrenkt als dem Wirt was geschenkt
Niere, Nieren
etwas geht einem an die Nieren
jemanden / etwas auf Herz und Nieren prüfen
Darm, Därme
sich die Därme verknoten
zieht euch warm an, die Kälte greift den Darm an
Leber
auf die Leber gehen
frei von der Leber weg reden
Leber duck dich!
ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?
die beleidigte Leberwurst spielen
Galle
die Galle läuft über, steigt hoch
es gallt mich, dass
gallig
gallebitter
Rücken
jemandem nicht den Rücken zudrehen (wollen, können)
etwas hinter jemandes Rücken tun; hinterrücks
jemandem in den Rücken fallen
auf den Rücken fallen
rücklings
einen breiten Rücken haben
den Rücken hinhalten
etwas auf jemandes Rücken (austragen)
das Tier mit zwei Rücken (machen)
mit dem Rücken zur Wand dastehen
Rückendeckung, jemandem den Rücken freihalten
Buckel
den Buckel krumm machen; krummpucklig
auf dem Buckel haben (Jahre)
einen Buckligen finden
du kannnst mir den Buckel runterrutschen
steht ein bucklig Männlein da
Kreuz
jemandem das Kreuz / Rückgrat brechen / aushängen
jemanden aufs Kreuz legen
(kein) Rückgrat haben
Arm, Arme
in den Arm nehmen, schließen; umarmen
untern Arm nehmen
jemanden auf den Arm nehmen
jemanden mit offenen Armen aufnehmen
jemandem in die Arme laufen
besser Arm dran als Arm ab
Ellenbogen
Hand / Hände
schmutzige Hände
auf die Hand (bar auf Kralle / Tatze)
Handgeld
zu Händen von
jemandem die Hand geben / drücken; Händedruck
mit / durch / auf Handschlag
die Hand auflegen, durch Handauflegen heilen
jemandem etwas in die Hand versprechen
etwas in die Hand nehmen / bekommen
in die Hände spucken
Hand anlegen an etwas
sich die Hände reiben
die Hände ringen, händeringend
die Hände in den Schoß legen
feuchte Hände bekommen
Hand in Hand
die Hand erheben gegen
die Hand über etwas halten
die Hände binden
in die Hände fallen
eine Hand wäscht die andere
die Hände in Unschuld waschen
von der warmen Hand in die warme Hand
die Hand beißen, die einen füttert
jemandem aus der Hand fressen
Händchen halten
etwas hat Hand und Fuß
von langer Hand geplant
zu treuen Händen
in festen Händen
etwas mit links machen; es aus dem Handgelenk machen
gib das schöne Händchen
Hände an die Hosennaht
vor dem Stuhlgang, nach dem Essen Händewaschen nicht vergessen
mit Händen und Füßen reden
mit leeren Händen dastehen / leer ausgehen
aus der Hand lesen; Handleser
das steht in Gottes Hand
Handbreit, Fußbreit
die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte tut
Händchen falten, Köpfchen senken
Hände / Pfoten / Finger weg! (von)
eins auf die Pfoten / Finger kriegen
Hände hoch!
Finger
spitze Finger, nur mit spitzen Fingern anfassen
lange Finger; Langfinger
Wurstfinger
sich die Finger wund (krumm) schreiben / arbeiten
sich die Finger (Pfoten) verbrennen an etwas
etwas / jemanden in die Finger kriegen
seine Finger in einer Sache haben; überall seine Finger drin haben
jemandem auf die Finger sehen
unter die Finger kommen
keinen Finger krumm machen
die Finger von etwas lassen
es juckt einen in den Fingern
etwas an den Fingern abzählen, hersagen
sich etwas aus den Fingern saugen
den Finger auf die Wunde legen
Fingerbreit
Fickfinger, Stinkefinger
Feige
Rübchen schälen
grabschen, Grabschkrüppel
grabbeln, Grabbeltisch
gibt man dem Teufel den kleinen Finger, dann nimmt er die ganze Hand
lieber mit einem Finger gehandelt als mit der ganzen Hand gearbeitet
Daumen
den Daumen drauf (halten)
den Daumen drücken
über den Daumen (gepeilt)
einen grünen Daumen haben
Daumenschrauben / jemandem die Daumenschrauben anlegen
das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen
Faust
die Faust im Nacken spüren
jemandem die Faust unter die Nase halten
fünf Finger sind eine / keine Faust
etwas paßt wie die Faust aufs Auge
Fingernägel
jemandem nicht das Schwarze unter dem Fingernagel gönnen
jemandem die Krallen zeigen
die Krallen wetzen
jemandem die Krallen stutzen
sich etwas unter den Nagel reißen
Wenn du denkst du bist allein, mach dir Sau die Nägel rein!
Hintern; Arsch
Breiarsch <> Knackarsch
sich auf den Hintern setzen
den Hintern hochnehmen
den Hintern breitsitzen
sich den Arsch abfrieren
die Arschbacken zusammenkneifen
Hummeln im Popo haben
lahmarschig
jemanden in den Hintern / Arsch treten
jemandem in den Arsch kriechen; Arschkriecher
jemanden den Hintern versohlen
den Hintern / Arsch vollkriegen
das kannst du dir in den Hintern stecken
leck mich am Arsch
damit kannst du dir den Arsch abwischen / den Hintern putzen
jemandem Feuer unter dem Hintern machen
jemandem den Arsch aufreißen
da geht einem der Arsch auf Grundeis
das geht mir am Arsch vorbei
aus einem traurigen Arsch kommt auch kein fröhlicher Furz
wenns Ärschel brummt, ists Herzel gesund
solang noch der Arsch in die Hose paßt, wird keine Arbeit angefaßt
denen steckt mans doch vorn und hinten rein
mit einem Arsch auf zwei Hochzeiten tanzen wollen
Karl Arsch
Schütze Arsch
ärschlings
Prinzip Eisenarsch
Arsch mit Ohren
Arschloch (Armleuchter)
Arschgeige
jemand hat den Arsch offen
einmal schnappt das Arschloch zu, und dann hat die Seele Ruh
jemanden verarschen (verscheißern); Verarschung
verarschen kann ick mir alleine
kacker dich aus!
Korinthenkacker
ich hab doch keinen Dukatenscheißer
auf etwas scheißen
beschissen (bescheiden)
jemanden bescheißen
angeschissen sein
in der Scheiße sitzen
Scheiße schreien
der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen
das Leben ist wie ein Hemd, vorne zu kurz und hinten beschissen
Schiß haben
wie kommt Spinat aufs Dach?
sich in die Hose machen
etwas geht in die Hose
die Hosen voll haben
Schoß
Abrahams Schoß
etwas fällt einem (nicht) in den Schoß
Schwanz
den Schwanz einziehen, einkneifen
jemandem auf den Schwanz treten
sich den Schwanz reiben / langziehen
die Katze beißt sich in den Schwanz
etwas wackelt wie ein Hundeschwanz / Kuhschwanz
schwanzwedelnd
schwänzeln (um jemand herumschwänzeln)
Schlappschwanz
Wackelpudding, Wackelpeter
Kälbchen hat ein Schwänzchen
Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh'
sich verpissen
jemanden anpissen
sich nass machen wegen
sein Wasser (nicht) halten können
ich habs im Urin
[weibliches Geschlechtsteil]
Pflaume
die Pflaume juckt
Matschpflaume
der Votz der ist kein Grammophon
Schmitz seine Alte hat 'ne eiskalte
Sahara
Eier, Sack
Saftsack
dicke Eier haben
etwas geht jemandem an die Eier / auf den Sack
eins auf den Sack kriegen
Beine
sich die Beine vertreten
von einem Bein aufs andere treten
die Beine hochlegen
die Beine breitmachen
die Beine baumeln lassen
sich etwas ans Bein binden
über die eigenen Beine stolpern
sich die Beine ablaufen nach etwas
sich die Beine ausreißen
die Beine in die Hand (unter den Arm) nehmen
sich die Beine in den Bauch stehen
jemandem Beine machen
eingeschlafene Beine
auf den Beinen, wieder auf die Beine kommen
sich kaum noch auf den Beinen halten können
kein Bein (Fuß) auf die Erde kriegen <> mit beiden Beinen auf der Erde (im Leben) stehen
auf eigenen Beinen stehen
mit einem Bein im Grab (Gefängnis usw.) stehen
Käsebeine
bocksbeinig
beinhart
die Grätsche machen
jemandem die Hammelbeine langziehen
sich auf die Hinterbeine stellen
Beine hoch, es wird gefegt
über Stock und über Steine, aber brich dir nicht die Beine
Beinchen heben
Lügen haben kurze Beine
Knie
knien
auf Knien dankbar sein
auf die Knie fallen
knieweich
in die Knie gehen
etwas übers Knie brechen
sich etwas vors Knie nageln können
fick dich ins Knie
Fuß, Füße
auf gutem Fuß mit jemand stehen
auf großem Fuß leben
tönerne Füße
leichtfüßig
etwas mit Füßen treten
Fuß fassen
auf eigenen Füßen stehen
auf die Füße fallen
bei etwas kalte Füße kriegen
bleischwere Füße
bei Fuß
Bleifuß; mit Bleifuß fahren
Schweißfüße
Krähenfüße
(wissen) wo der Schuh drückt
wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an
jemanden belatschern
mit dem linken (falschen) Fuß aufgestanden
jemanden auf dem falschen Fuß erwischen
wir haben doch Füße bis auf den Boden runter
soweit die Füße / Beine tragen
den Fuß in der Tür haben
(k)ein Fußbreit
rechten, linken, Speck und Schinken
der Schuh war auf dem anderen Fuß
zeigt her eure Füßchen, die Strümpfchen und Schuh
wer hat den / die schönsten Schuh? den / die schönsten Schuh hast du
Ferse
Achillesferse
Fersengeld geben
Zeh, Zehen
den Zeh ins Wasser halten / reinstrecken
sich auf die Zehenspitzen stellen
Zehennägel
da rollen sich mir die Zehennägel auf
Haut
Haut und Knochen (nur noch Haut und Knochen sein)
seine Haut zu Markte tragen
seine Haut so teuer wie möglich verkaufen
sich seiner Haut wehren
seine Haut riskieren
sich (nicht) wohl in seiner Haut fühlen
nicht in der Haut von jemandem stecken wollen
mit heiler Haut davonkommen
die Haut hängt in Fetzen
ein dickes Fell haben, dickfellig <> dünnhäutig
sich auf die faule Haut legen, dort liegen; Bärenhaut
jemandem das Fell über die Ohren ziehen
es geht jemandem ans Leder
nass bis auf die Haut
eine (keine) gute Heilehaut haben
Gänsehaut
Dickhäuter
borstig, widerborstig sein
sich häuten
jucken, kratzen; lass jucken!
kitzeln, kribbeln, prickeln
das geht auf keine Kuhhaut
mit Haut und Haar auffressen
Blut
kaltes <> heißes B; kaltblütig <> heißblütig
blutvoll <> blutleer
leichtes <> schweres Blut
junges Blut
blaues Blut
böses Blut
Blut vergießen
ausbluten
bis aufs Blut reizen
bis zum Weißbluten
bluten wie ein Schwein, wie ein angestochener Eber
blutig (blutiger Anfänger usw.)
Blutsauger
Blutdurst
blutrünstig
Blut lecken
mit Blut abwaschen
Blutbad
das Blut steigt zu Kopf
das Blut in den Schläfen fühlen, in den Ohren hören
das Blut schießt einem / steigt einem in den Kopf
da kocht einem das Blut
das Blut stockt in den Adern
etwas liegt einem im Blut (Musik im Blut haben, usw.)
Blut ist dicker als Wasser
mein Fleisch und Blut
Blut und Wasser schwitzen
kein Blut in den Adern haben (stattdessen Frostschutz, usw.)
jemanden zur Ader lassen
Ruckediguh, Blut ist im Schuh
Rache ist Blutwurst
Blut und Boden
blaue Flecken
jemanden grün und blau schlagen
Schleim
Rotz
Rotz und Wasser heulen
Rotzfänger
schleimen
Schleimspur
Knochen
sich / jemandem alle Knochen im Leibe brechen (jeden einzeln)
sich bis auf die Knochen blamieren
das geht auf die Knochen; Knochenarbeit
der Schreck fährt einem in die Knochen
Mark
bis aufs Mark
ins Mark treffen
kein Mark in den Knochen
etwas geht einem durch Mark und Bein (Mark und 77)
Leib
Wanst
(keinen) Speck auf dem Ranzen haben
den Teufel im Leib haben
bei lebendigem Leibe
Seitenstechen
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